Meine Arbeitsweise
Gesprächstherapie nach Carl Rogers
Die personzentrierte Gesprächspsychotherapie geht davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, sich weiterzuentwickeln und Lösungen für sein Leben zu finden. Meine Aufgabe ist, die Bedingungen zu schaffen, unter denen das möglich wird: ein Gespräch, in dem Sie sich verstanden und angenommen fühlen.
Was ist Gesprächstherapie?
Die Gesprächstherapie wurde in den 1940er-Jahren vom amerikanischen Psychologen Carl Rogers entwickelt. Sie wird auch personzentrierte oder klientenzentrierte Psychotherapie genannt. Anders als in vielen anderen Verfahren gibt es keinen festen Behandlungsplan, keine Hausaufgaben und keine Deutungen durch die Therapeutin. Im Mittelpunkt stehen Sie – mit dem, was Sie gerade beschäftigt.
Rogers ging davon aus, dass Menschen in der Regel selbst am besten wissen, was sie brauchen. Was oft fehlt, ist ein Raum, in dem sie das in Ruhe herausfinden können. Genau diesen Raum bietet die Gesprächstherapie: Sie sprechen, ich höre zu, frage nach und spiegele Ihnen, was ich verstanden habe. Dadurch wird vieles klarer, was vorher diffus war.
Drei Grundhaltungen
Rogers beschrieb drei Haltungen, die nach seiner Erfahrung eine hilfreiche Beziehung ausmachen. Sie prägen auch meine Arbeit.
Empathie
Ich versuche, Ihre Sicht auf die Dinge von innen heraus zu verstehen – nicht zu bewerten, nicht zu belehren. Was fühlt sich für Sie wie an, und warum?
Wertschätzung
Rogers nannte es „bedingungslose positive Beachtung“: Sie werden als Mensch angenommen, unabhängig davon, was Sie erzählen oder was Sie über sich denken.
Echtheit
Ich begegne Ihnen als Person, nicht als Rolle. Was ich sage, meine ich. Das schafft Vertrauen und macht ein ehrliches Gespräch überhaupt erst möglich.
Wie läuft eine Sitzung ab?
Sie entscheiden, worüber Sie sprechen möchten. Es gibt kein Thema, das Sie ansprechen müssen, und keines, das zu klein wäre. Manche Menschen kommen mit einer konkreten Frage, andere mit einem unklaren Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Beides ist ein guter Anfang.
Ich höre zu und versuche, Ihre Gedanken und Gefühle so genau wie möglich nachzuvollziehen. Ich gebe Ihnen zurück, was bei mir ankommt – manchmal in anderen Worten, manchmal mit einer Frage. Dabei bestimmen Sie das Tempo. Es gibt keine Fragebögen und keinen Druck, in einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Punkt zu sein.
Eine Sitzung dauert 50 Minuten. Wie häufig wir uns sehen und über welchen Zeitraum, besprechen wir gemeinsam und passen es an, wenn sich Ihre Situation verändert.
Für wen passt die Gesprächstherapie?
Die Gesprächstherapie eignet sich für Erwachsene, die sich in einer schwierigen Lebensphase befinden und einen Raum suchen, um ihre Gedanken zu sortieren. Typische Anlässe sind Lebenskrisen, Erschöpfung, Ängste, Beziehungskonflikte oder Selbstwertthemen. Sie passt auch dann, wenn Sie noch gar nicht genau benennen können, was Sie belastet.
Voraussetzung ist die Bereitschaft, über sich zu sprechen – nicht mehr. Sie müssen nichts vorbereiten und nichts „richtig“ machen.
Gesprächstherapie und ACT
In meiner Arbeit verbinde ich die Grundhaltung der Gesprächstherapie mit Elementen der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT). Die Gesprächstherapie stellt sicher, dass Sie sich verstanden fühlen. ACT bringt praktische Übungen ein, mit denen Sie belastenden Gedanken und Gefühlen anders begegnen und Ihre eigenen Werte klarer sehen können. Was davon für Sie passt, entscheiden wir gemeinsam.
Gut zu wissen
Ich arbeite als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Die Gesprächstherapie biete ich als Selbstzahlerleistung an: Eine Sitzung (50 Minuten) kostet 90 €. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Weitere Antworten finden Sie unter Häufige Fragen.
Möchten Sie mich kennenlernen? Ich freue mich auf Ihre Nachricht.
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